Jägerzug Schluckspechte 1976

Beim Kartenspiel in der deutschen Scholle kamen einige junge Männer auf die Idee, gemeinsam auch etwas anderes zu unternehmen. So trafen sich im Februar 1976 Wolfgang Beilfuß, Bodo Dahlhaus, Klaus Graban, Horst Heinrichs, Jakob Jungverdorben, Günter Weigel, Hans Weigel, Siegfried Wolter und Norbert Zimmermann mit dem Ziel, einen Schützenzug zu gründen.

Da man der allgemeinen Meinung war, grün steht uns allen gut, wurde dann der Jgz. Schluckspechte gegründet. Kurz darauf meldeten sie sich offiziell im Jägercorps an. In schneller Folge wurden die benötigten Utensilien eines Jägerzuges, von der Königskette über Tischfahne, Hornwimpel bis hin zum Blumenhorn in eigener Initiative angeschafft. Im gleichen Jahr marschierten sie dann mit der Zugnummer 16 unter Olt. Horst Heinrichs, Lt. Hans Weigel, Fw. Bodo Dahlhaus, dem Hönes Klaus Graban und weiteren 6 Jägern erstmalig zum Volks- und Heimatfest über die Straßen der Furth.

Hier wurde dann auch schnell das Interesse am Fackelbau entdeckt und schon im Jahre 1977 marschierten sie zum Fackelzug mit einer Großfackel auf, die das Thema “Dat send Jäger” darstellte. Im darauffolgenden Jahr mussten sie aus widrigen Umständen mit dem Fackelbau aussetzten und seit 1979 baute der Zug jedes Jahr eine Großfackel. Die Themenpalette der Fackeln war breit gefächert und jederzeit interessant und gekonnt dargestellt. So war es auch nicht verwunderlich, dass sie durch den alljährlichen Beifall, den sie von den Zuschauern erhielten, immer wieder motiviert waren, mit einer Großfackel aufzumarschieren. Dies zeigte sich im letzten Jahr auf besondere Weise. Durch den Umstand, dass sie ihren Fackelbauplatz auf der Neersener Straße durch den Verkauf des Grundstückes verloren hatten und die voller Sehnsucht erwartete Fackelbauhalle z. Z. leider noch immer ein Wunsch vieler Further Schützen ist, entschieden sie sich kurzerhand auf dem Majorsehrenabend am 05. Mai 2000, doch eine Fackel zu bauen. Was kaum einer ahnen, geschweige nachvollziehen kann, der Zug baute diese Großfackel unter freiem Himmel auf einer Wiese an der Frankenstraße. Für diese tolle Leistung und ihrem Engagement sei dem Zug nochmals an dieser Stelle herzlich gedankt.

Weiterhin gehört dieser Zug seit 1976 zu der immer kleineren Minderheit im Further Regiment, die noch eine öffentliche Krönung feiert. Aus diesem Grund, aber auch der Geselligkeit wegen, ist der Zug auch öfters bei anderen Zugveranstaltungen anzutreffen. Im Jahre 1987 folgte der Zug einer Einladung der roten Husaren aus Dormagen und marschierte hier komplett mit Blumenhorn auf, was ihnen viel Spaß bereitete. Für sie fand am Sonntag dem 06. August 2001 ein weiteres Schützenfest in Holzbüttgen statt, an dem sie komplett mit ihrem Blumenhorn sowie Mitglieder des Jägercorps Vorstandes mit großer Freude teilnahmen.

Der Schießsport wird in diesem Zug recht groß geschrieben, denn sie treffen sich monatlich zu einem Zuginternen Schießwettbewerb, welches sie mit dem Luftgewehr austragen. In diesem Zusammenhang wurde auch die zukünftige Teilnahme am Corpsschießen, an dem sie bis Dato nicht teilnahmen, zugesagt. Das weitere Zugleben gestaltet sich durch jährliche Ausflüge von 3 bis 4 Tagen mit den Zugdamen, wo es immer recht lustig wird. Zudem veranstalteten sie für die Kinder des Zuges eine Nikolausfeier, welche stets großen Anklang fand. Des Weiteren veranstalten sie seit einigen Jahren in der Gaststätte “Zur Glocke” mit befreundeten Zügen und Bekannten ein Oktoberfest, wo es auch stets recht lustig zugeht. Im letzten Jahr traten fast alle Mitglieder der Bruderschaft bei und sie konnten zudem für ihr Verhalten den Fair-Play-Pokal in Empfang nehmen.

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